Allgemein

Eine der „gefürchtetsten“ Veranstaltungen an der MedUni Wien sind wohl die Pharmaseminare, die man verstreut über den gesamten zweiten Abschnitt vorfindet. Offiziell kann man hier nicht von Prüfungen sprechen, doch wird bei den Seminaren mit immanentem Prüfungscharakter einiges an Vorwissen abverlangt.

Meist findet man sich mit der Parallelkleingruppe zusammen in einer Gruppe von 20 Personen wieder und bespricht das jeweilige Themengebiet mit einem/r Seminarleiter/in. In der Regel wird aktive mündliche Mitarbeit erwartet, in welcher Form und wie intensiv diese auszuschauen hat hängt jedoch von dem Block und nicht zuletzt vom Seminarleiter selbst ab.

Bei den meisten Pharmaseminaren sollte jeder StudIerende einen Beitrag geleistet haben. Einige ProfessorInnen gehen einfach die Anwesenheitsliste durch, andere wiederum der Reihe um und manch anderer ermöglicht eine freiwillige Meldung. Als Orientierung dienen normalerweise exemplarische Fragen aus dem m3e Studyguide, aber auch hier gilt, das gesamte Seminar wird personenabhängig verlaufen.

 

Wann sind die Pharmaseminare?

Insgesamt sind in unserem Curriculum sechs Pharmakologie-Seminare unterschiedlicher Länge vorgesehen:

Block Themen Anzahl der Seminare
Block 9 Allg. Pharmakologie, Antibiotika, Zytostatika, Toxikologie, Fieber, Schmerz, Gicht, Diarrhöe, Anämie, Ulcus 5
Block 10 Pharmakolgie endrokriner Erkrankungen und des Stoffwechsels (Diabetes Mellitus, Hyperlipidämie, NNR-Hormone, Schilddrüse) 2
Block 11 Spez. Pharmakologie des Herz-Kreislaufsystems (Herzinsuffizienz, KHK, art. Hypertonie, Herzrhythmusstörungen, Blutgerinnungsstörungen) 6
Block 19 Neuropharmakologie (Epilepsie, Parkinson, Migräne) 2
Block 18 Pharmakotherapie der Sinnesorgane (Entzündungen und Infektionen, Allergien am Auge/HNO-Bereich) 1
Block 20 Psychopharmakotherapie (Antidepressiva, Antipsychotika, Stimmungsstabilisatoren, Sedativa/ Anxiolytika, Sonstige Psychopharmaka, Kinder/Jugendliche) 2

 

Die Qual der Wahl

Welchen SeminarleiterIn man hat ist maßgeblich von der Kleingruppenanmeldung abhängig, denn die ProfessorInnen werden vorab schon den Kleingruppen zugeteilt. Es wäre daher sinnvoll, sich vor der Anmeldung schon mit der Auswahl zu beschäftigen. Auf MedCampus kann man im Normalfall einige Wochen vor Startschuss für die Kleingruppenanmeldung nachschauen, für welche Lehrveranstaltung welche Person und KG zugeteilt wurden. Dies gilt übrigens für alle anderen Seminare und Lines wie Organmorphologie.

Falls du dir nicht sicher bist, für welche Gruppe du dich anmelden möchtest, kannst du dich auch beispielsweise bei Facebook in den Jahrgangsgruppen inspirieren lassen,  dort gibt es immer wieder Beiträge von früheren Jahrgängen, die dort ihre Erfahrungen aus den Seminaren geteilt haben.

 

Wie bereite ich mich vor?

Neben den exemplarischen Fragen gibt es auch weitere Lernunterlagen, die von den Lehrenden empfohlen werden und werden auf m3e angegeben. Allen voran werden zwei Standardwerke: den Freissmuth und den Aktories, es bleibt nach Geschmackssache, welches Lehrbuch man zur Hilfe nimmt. Schaut euch diese Bücher einfach vorher bei einem Probekapitel in der Bibliothek an!

Des Weiteren gibt es jedes Jahr Pharma-Tutorien, die von der MedUni Wien selbst organisiert werden und von Studierenden aus höheren Semestern abgehalten werden. Einige von den Repetitorien aus den vergangenen Jahren findest du bereits als Video auf YouTube. Props an das IT- und Mediareferat, die sich jedes Mal bemühen, eine Aufzeichnung solcher Veranstaltungen zu verwirklichen.

 

Was passiert, wenn meine Leistung im Seminar nicht ausreicht?

Sollte die erbrachte Leistung im Pharmaseminar nicht genügen, kann vom Seminarleiter eine Ersatzleistung vergeben werden, die eine zusätzliche Auseinandersetzung mit dem Thema aus dem jeweiligen pharmakologischen Gebiet erfordert. Unter „Organisatorische Information“ des Blockes wird auf m3e das Ersatzleistungs-Prozedere inkl. Termine von der Blockkoordination angegeben. Sie ist von Block zu Block unterschiedlich und kann von einer schriftlichen Überprüfung bis hin zu einer wiederholten mündlichen Abfrage reichen. Eine Ersatzleistung ist zwar verständlicherweise eine unangenehme Angelegenheit, doch die meisten Studierenden geraten irgendwann mal im Laufe des Studiums in diese Situation. Also kein Grund zu Schämen! Die ProfessorInnen meinen es nicht bösartig, die Ersatzleistung dient lediglich der Absicherung des pharmakologischen Wissens und die Wenigsten fallen hier durch.

Beachte dass die positive Absolvierung der Seminare eine der Zulassungsvoraussetzungen für die SIP ist!